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  • Hannes Hasslinger

#bedtimestories Training und Schlaf

Beeinflusst Training meinen Schlaf?

Im Grunde genommen kann man diese Frage kurz und einfach mit "Ja" beantworten. Hierbei gibt es zwei Faktoren, durch die das Training den Schlaf beeinflussen kann. Einerseits ist regelmäßiges Training bzw. Bewegung essenziell für einen guten Schlaf. Andererseits wirkt sich auch der Zeitpunkt des Trainings auf den Schlaf aus.

Wie oft muss ich in der Woche trainieren?

In unserem Programm "Deutschland lernt schlafen" empfehlen wir pro Woche etwa 150 Minuten zu trainieren. Wie die 150 Minuten über die Woche verteilt werden bleibt jedem selbst überlassen. Sportexperten empfehlen einen Tag Regeneration zwischen den Trainingstagen. Damit könnten die 150 Minuten zum Beispiel auf 3 oder 4 Wochentage verteilt werden. Wichtig ist, dass das Training für dich keinen Stressfaktor in deinem Alltag darstellt.


Wann ist die beste Trainingszeit am Tag?

Diese Frage ist leider nicht so leicht zu beantworten, wie die Erste. Denn: Wie eben schon erwähnt, darf das Training nicht als Stress wahrgenommen werden. Du solltest während deines Trainings nicht das Gefühl haben, dass du eigentlich gerade etwas anderes tun solltest oder an einem anderen Ort sein solltest. Ganz im Gegenteil das Training dient der Erholung für den Geist und der Verbesserung der allgemeinen Fitness.


Im Hinblick auf einen guten Schlaf muss bedacht werden, dass der Körper ca. 2 Stunden vor dem Einschlafen zur Ruhe kommen sollte. Es spricht nichts dagegen in die Abendroutine einen gemütlichen Spaziergang aufzunehmen. Von intensivem Ausdauer- oder Kraftsport, innerhalb dieser zwei Stunden vor dem Einschlafen, würde ich eher abraten. Durch intensives Training werden die Stresshormone Adrenalin und Cortisol ausgeschüttet, die wiederum die Bildung des Schlafhormons Melatonin hemmen. Folglich dauert es länger bis der Körper zur Ruhe kommt und der Einschlafprozess eingeleitet wird. Das heißt nicht, dass du Abends nicht trainieren darfst sondern, dass der Trainingszeitpunkt und die "Zu-Bett-Geh-Zeit" wenigstens zwei Stunden auseinander liegen sollten.


Dieser Trainingseffekt kann wiederum wunderbar für in der Morgenroutine eingesetzt werden. Die morgendliche Bewegung versetzt den Körper in Wallung, liefert Energie für den Tag und vertreibt die Müdigkeit aus den Knochen. Wichtig ist, dass du nicht direkt nach dem Aufstehen Sport machen solltest, da deine Muskulatur erst in Bewegung kommen muss.


Die beste Trainingszeit lässt sich also nur herausfinden, wenn du deinen Alltag genau betrachtest. Eine Eule, die sowieso erst spät schlafen geht, kann beispielsweise besser abends trainieren. Eine Lerche hingegen, die früh ins Bett geht dafür aber auch wieder früh aufsteht, findet ihre besten Trainingszeitpunkt vielleicht am morgen.


Wirkt sich guter Schlaf auch auf mein Training aus?

Na klar! Schlafen ist die optimale Regenerationsquelle für unsere Muskulatur. Im Schlaf werden neue Bewegungsabläufe und -muster abgespeichert. Außerdem können sich die Muskeln erholen. Wer gut schläft, sieht also auch schneller positive Trainingserfolge.


Zusammenfassung

Schlaf und Training beeinflussen sich gegenseitig. Wenigstens 150 Minuten Bewegung in der Woche, helfen dir dabei besser zu schlafen und guter Schlaf sorgt wiederum für eine bessere Regeneration der Muskulatur.

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